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Tourenberichte 2020

Viertages-Skitour auf die Sesvennahütte - 06. - 09.03.2020

Am Freitag fuhren 9 erwartungsfrohe Skitourengeher nach Schlinig im Vinschgau. Bereits 3 ¾ Stunden später fütterten wir den Parkplatzautomaten und starteten bei freundlichem Wetter den Aufstieg zur Sesvennahütte. Nach der Mittagspause bestiegen wir nachmittags noch den Wintergipfel vom Piz Rasass (ca. 2900m) mit schönen Abfahrtshängen. So war der Tag gut ausgenutzt und das feine Abendessen auf der Sesvennahütte (4 Gänge: Vorspeise, Salatbuffet, Hauptspeise, Nachtisch!) hatten wir uns redlich verdient!

In der Nacht auf Samstag kamen nochmal einige Zentimeter Neuschnee dazu. Nach ausgiebigem Frühstück ließen wir den anderen Gruppen den Vortritt. So hatten wir Platz, Wetterbesserung und eine frische Spur. An der Fuorcla Cornet holten wir die tapfer spurende Gruppe ein, die gleich direkt wieder abfuhr. Wir dagegen machten Mittagspause und bestiegen zu Fuß über den abgeblasenen Nordwestgrat den Gipfel des Piz Cristanas (3.091m). Das Hinaufstapfen hat sich für uns gelohnt: Wolkenlücken mit Aussicht und Gipfelfotos! Die Abfahrt durch das Val Cristanas in tollem Pulverschnee war dann ein Hochgenuss! Nur die restlichen 3km fast ebener Rückweg zur Sesvennahütte bei Gegenwind kosteten nochmal Energie! Die verbrauchten Kalorien füllten wir dann beim gewohnt feinen 4-Gänge-Menü wieder auf.

Am Sonntag stand der Piz Sesvenna (Hauptgipfel des Gebietes mit 3.205m) auf dem Programm! Bei strahlendem Sonnenschein zogen wir südwestwärts zur Sesvennascharte. Dort war abfellen angesagt, eine kurze Abfahrt von ca. 150 Hm zum Gletscherbecken, wieder auffellen und Aufstieg bis zum Skidepot an der Ostgratschulter. Mit Steigeisen und Pickel stiegen wir über den Gipfelgrat mit einigen schmalen und ausgesetzten Stellen sowie einer kurzen Kletterpassage zum Gipfel. Der Aufenthalt am Gipfelkreuz war kurz: Gratulation zum Gipfelerfolg, Gipfelfotos, toller Aussichtsrundblick! Danach traten wir aufgrund des kalten Windes wieder den Rückzug an. Und dann kam noch ein Highlight: Die lange Abfahrt in wiederum herrlichem Pulverschnee (mit dem Gegenanstieg zur Scharte)! Beim letzten Abendessen feierten wir dann ausgiebig die Gipfelerfolge.

Am Montag setzten bereits beim Frühstück starker Wind und Schneefall ein. Daher beschlossen wir, direkt nach Schlinig abzufahren. Trotz schlechter Sicht und verblasenen Schnee meisterten wir die Hüttenabfahrt gut und der restliche Weg das Tal hinaus zum Parkplatz auf der Langlaufloipe lief dann super.         
Vielen Dank an Helmut für die gute Organisation und an die ganzen Supertruppe für das kameradschaftliche Erlebnis und die wunderschöne Tour

Anette Gröbner


Tagesskifahrt - Bus - Balderschwang - 25.01.2020

Die einzige in dieser Saison angebotene Tagesskifahrt war offenbar attraktiv:

Der um 6.00 Uhr in Kissing und 6:15 Uhr in Mering abfahrende Bus war voll! Nach 2-stündiger Busfahrt zeigte sich am Riedberpaß dass es noch Winter gibt: Links und rechts der Straße und auf den Dächern reichlich Schnee. Und der bedeckte Himmel zeigte einige Lücken und nährte die Hoffnung auf einen teilweise sonnigen Tag wie von der Wettervorhersage ab Mittag angekündigt. Am Ortseingang von Balderschwang, am Schwabenhof verließ die Gruppe der Schneeschuhwanderer den Bus und zog los mit Ziel Riedbergerhorn, der Rest startete am Parkplatz der Schelpenbahn/Ortsmitte Balderschwang. Die eine Gruppe begab sich zum Kassenhäuschen der Schelpenbahn um sich auf den gut präparierten Pisten zu vergnügen. Die dritte Gruppe schulterte bzw. schnallte die Tourenski an und folgte der Langlaufloipe ca. 2 km nach Westen, wo der Anstieg begann. Als erstes Ziel war nach ca. 500 hm Aufstieg der Burstkopf (1533m) erreicht – gerade rechtzeitig zur Brotzeitpause.Die Sonne ließ sich leider nicht sehen, jedoch war die Rundumsicht auf Nagelfluhkette, Allgäuer Alpen und Bregenzer Wald gut. Die folgende Abfahrt ca. 200 hm in einen Talgrund war schon etwas ambitioniert und sorgte für einige Lacher….  Unten angekommen hieß es Felle aufziehen und aufsteigen zum Feuerstätterkopf (1596 m). Im Steilgelände dort war eine gute Spitzkehrentechnik hilfreich! Bei der folgenden Abfahrt zur Burglalm (geschlossen) erspähten einige einen schön verschneiten Hang, der nicht ausgelassen werden wollte – also erneut anfellen und ca. 200 hm aufsteigen. Ein Teil unserer 11er-Gruppe war bereits satt und begab sich talwärts ins vorher verabredete Wirtshaus, die Unermüdlichen genossen die Abfahrt so gut es eben ging. Nachdem alle wie morgens vereinbart am Bus waren, konnte dieser pünktlich um 16.30 Uhr starten und nach Aufnahme der restlichen Schneeschuhwanderer am Schwabenhof ging es zurück in die Heimat. Dem Vernehmen nach wars für alle ein erfüllter, gelungener Tag in geselliger Gemeinschaft! Ein herzliches Dankeschön allen Teilnehmern, den Organisatoren und Franz für seine klaren Ansagen im Bus!

Sebastian Klaus